
Du kannst hier stöbern, dich inspirieren lassen – und vielleicht den einen oder anderen Impuls für deinen eigenen nächsten Schritt mitnehmen.
JL

Wärmewende beginnt im Viertel.
Was erwartet dich?
- Praktische Schritte rund ums Thema Energie
- Austausch mit Gleichgesinnten aus Bad Godesberg
- Gemeinsam ins Handeln kommen
- Lockere, offene Atmosphäre
Du willst beim Thema Energie endlich ins Handeln kommen?
Egal wo du gerade stehst findest du praktische Schritte, Inspiration und Gleichgesinnte aus Bad Godesberg und Bonn. Komm zum Themenabend des Change Club NAVI, mit der Unterstützung der Bonner Energie Agentur und des Klimaviertels unter der Godesburg.
Denn gemeinsam geht Veränderung viel leichter! 🌍
📅 Do., 23. April 2026
🕠 18:30 – 20:00 Uhr
📍 Zentrenmanagement, Am Fronhof 10, Bad Godesberg
🆓 Kostenlos • Keine Anmeldung nötig
Komm einfach vorbei! Alle sind willkommen 🧡
🔗 Mehr Infos: www.changeclubs.global

Wie wir in Krisenzeiten Resilienz gewinnen
🌱 Change Club NaVi – Rückblick aufs I. Quartal 2026 & ein Blick nach vorn
Liebe Leserinnen und Leser,
das erste Quartal liegt hinter uns – ein guter Moment, um kurz innezuhalten und zu schauen, was wir gemeinsam bewegt haben.
🔎 Was bisher geschah
Am 8. Januar sind wir in das Jahr gestartet und haben uns direkt den Themen gewidmet, die uns im Alltag und in der Weltlage beschäftigen. Rund acht Gruppenabende sind zusammengekommen – zwei davon mit besonderen Themen:
📅 19. Februar – Foodsharing & nachhaltige Ernährung
Mit Daniel und Anke haben wir uns angeschaut, was Lebensmittelwertschätzung konkret bedeutet. 74,5 kg Lebensmittel wirft jede:r von uns im Jahr weg – eine Zahl, die plötzlich sehr nah rückt, wenn man sie gemeinsam betrachtet. Wir haben Ideen gesammelt, wie wir das ändern können. Resultat: Auf dem Heiderhof gibt es demnächst eine neue Ausgabestelle.
📅 12. März – Plastik & Mikroplastik
Constanze hat uns mitgenommen in ein Thema, das uns alle betrifft. 41 kg Verpackungsmüll pro Person und Jahr – und Mikroplastik, das längst in Böden, Wasser, Luft und Körpern angekommen ist. Wir haben Wissen geteilt und erste Schritte für Veränderung formuliert. Was ich gehört habe ist, viele kaufen mehr Produkte, die auf Plastikverpackungen verzichten.
🗳️ Zum Bonner Mitmachbudget
Ihr wisst es: Wir haben Platz 2 erreicht – ein echtes Votum aus der Bürgerschaft. Und trotzdem wurden wir politisch übergangen. Das ist enttäuschend, aber es zeigt auch, warum unsere unabhängige, parteifreie Arbeit so wichtig ist.
Wir bleiben dran. Punkt.
🔭 II. Quartal – das kommt
📅 16. April – Offener Abend
📅 23. April – Energie (mit Cornelia)
📅 7. & 21. Mai – Offene Gruppenabende, jeweils 18:00–19:30 Uhr
Wer Lust hat, ein Thema mitzugestalten oder einen Abend zu begleiten: Meldet euch gern. 🙋
Bis bald – gemeinsam, praktisch, präsent in Bad Godesberg.
Johanna 🌍
Wir machen weiter. Punkt.
„In den letzten Monaten haben mich viele Entwicklungen tief bewegt:
- die revolutionäre Bewegung im Iran,
- die Kriege,
- die mutigen Aktionen von Frauen weltweit,
- die Streichung der Förderung für Integrationskurse u.a.,
- die fragwürdigen Rückkehr‑Forderungen gegenüber Mitbürger:innen,
- und die Kürzungen im zivilgesellschaftlichen Engagement.
Für all das möchte ich im CC NaVi mehr Raum schaffen. Denn für mich hängen diese Themen nicht nur sachlich zusammen – es geht um Menschen, die unsere Solidarität brauchen.
Klimaschutz allein reicht nicht: es braucht eine Haltung, die Menschenwürde, Teilhabe und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt.“
Johanna Lehmacher ich auch auf Facebook:
Facebook
Change Club NaVi - Nachhaltigkeit & Vielfalt Bad Godesberg
Gemeinsam gestalten. Zusammen verändern.
Facebook MiteinanderMehrIntegrationWagen
Als CC-NaVi-Initiatorin schaffe ich einen offenen lebendigen Raum für alle, die Zukunft gemeinsam gestalten wollen – nachhaltig & vielfältig.
Unser NaVi zeigt auf Inklusion & ökologische Verantwortung – getragen von Menschen, die sich gegenseitig stärken.

NaVigieren im Change Club Bad Godesberg:
Dein Kompass für Klima und Vielfalt
Stell dir vor, du stehst in der Mitte von Bad Godesberg. Um dich herum passiert gerade alles gleichzeitig: Das Klima wandelt sich, Menschen aus aller Welt kommen hier an, und alles fühlt sich manchmal ziemlich kompliziert an. Vielleicht fragst du dich: „Was kann ich da schon tun?“ Genau hier kommt der Change Club Bad Godesberg NaVi ins Spiel. Er ist wie ein Navigationssystem (NaVi), das dir hilft, den Durchblick zu behalten und gemeinsam mit anderen etwas zu verändern.
Damit wir uns nicht im Chaos der Nachrichten verlieren, nutzen wir eine Art „Super-Karte“: das AQAL-Modell. Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Es zeigt uns vier verschiedene Blickwinkel, die alle wichtig sind, wenn wir die Welt (und unseren Stadtteil) verbessern wollen.
1. Blickwinkel: Was in dir passiert (Das „Ich“-Innen)
Hier geht es um deine Gefühle und deine Motivation. Warum ist dir Klimaschutz wichtig? Was bedeutet Vielfalt für dich? Im Change Club nennen wir das den Raum für HOPE (Hoffnung). Hier findest du Orientierung und Mut, anstatt dich von Krisen überfordert zu fühlen. Das passt perfekt zu den „Inneren Zielen“ der Vereinten Nationen, die uns helfen, Empathie und kritisches Denken zu entwickeln.
2. Blickwinkel: Was du tust (Das „Ich“-Außen)
Hier wird es konkret: Dein Verhalten im Alltag. Die Change Clubs haben dafür 9 Module für den Wandel entwickelt: Ernährung, Mobilität, Energie, Wohnen, Natur, Lebensstil, Abfall, Finanzen und „Go Beyond“. Ob du öfter das Fahrrad nimmst, weniger Plastik verbrauchst oder regional kochst – jeder kleine Schritt zählt. Das ist der Bereich LIVE: Wir probieren neue Wege direkt in unserem Leben aus.
3. Blickwinkel: Wie wir miteinander umgehen (Das „Wir“-Innen)
Nachhaltigkeit klappt nur, wenn wir zusammenhalten. In Bad Godesberg leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Wurzeln. Für uns ist Vielfalt keine Belastung, sondern ein „Motor für den Wandel“. Initiativen wie Kultur:verbindet zeigen uns, wie wertvoll dieser Austausch ist. Wenn wir einander zuhören und verschiedene Perspektiven schätzen, entsteht eine echte Gemeinschaft, in der sich jeder willkommen fühlt.
4. Blickwinkel: Das große System (Das „Wir“-Außen)
Hier schauen wir auf die Regeln und Strukturen um uns herum. In Bonn und Bad Godesberg gibt es starke Netzwerke, die uns unterstützen, wie das Zentrenmanagement, die Plattform #jetztinbonn oder Bonn im Wandel. Gemeinsam arbeiten wir an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Das ist der Bereich MOVE: Wir vernetzen uns, zeigen Haltung und werden politisch aktiv.
Warum Bad Godesberg?
Unser Stadtteil ist wie ein „lebendiges Labor“. Hier treffen Alteingesessene auf Neuzugezogene, junge Leute auf Senioren. Diese Mischung ist unsere Stärke, um kreative Lösungen für die Zukunft zu finden.
Dein nächster Schritt: Du musst nicht alles auf einmal verstehen oder verändern. Fang einfach an:
- MOVE: Komm zum nächsten Treffen im Change Club und gestalte gemeinsam mit uns Bad Godesberg.
- HOPE: Lies dich ein und finde Orientierung.
- LIVE: Setze eine kleine Idee in deinem Alltag um.
Im Lese-Raum des Change Club NaVi, der dem Bereich HOPE (Orientierung und Stärkung movehopelive.com) zugeordnet ist, werden Klimawandel und Migration als eng miteinander verknüpfte Themen einer globalen Transformation verständlich eingeordnet.
Der Zusammenhang wird in den Quellen folgendermaßen erklärt:
- Veränderung von Lebensräumen: Klimaveränderungen beeinflussen unmittelbar die natürlichen Lebensräume der Menschen. Wenn diese Lebensgrundlagen unsicher werden, kann dies Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen und zu migrieren.
- Teil eines größeren Ganzen: Im Lese-Raum wird vermittelt, dass wir kein einzelnes Problem erleben, sondern mehrere Entwicklungen gleichzeitig stattfinden: ökologische Krisen, gesellschaftliche Spannungen und globale Veränderungen. Migration ist dabei kein isoliertes Phänomen, sondern ein Teil dieser globalen Realität.
- Soziale Dimension des Klimawandels: Es wird betont, dass der Klimawandel nicht nur die Umwelt betrifft, sondern auch tiefgreifende soziale Fragen aufwirft und unser Zusammenleben beeinflusst. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit (inklusive Integration) werden daher als „zwei Seiten derselben Medaille“ betrachtet, die einander bedingen und verstärken.
- Gegenseitige Verstärkung: Unsicherheiten durch Energiefragen oder ökologische Krisen können soziale Ungleichheiten verschärfen und somit Migrationsbewegungen verstärken oder auslösen.
Das Ziel dieser Einordnungen im Lese-Raum ist es, die oft als komplex und überfordernd wahrgenommenen Nachrichten zu entlasten. Anstatt Angst zu schüren, bietet der Raum ruhige Erklärungen, damit Menschen Zusammenhänge langsam erkennen und ihre eigene Haltung klären können.Zusammen machen wir unseren Stadtteil klimagerecht, menschlich und zukunftssicher.
Was die Transition zu erneuerbaren Energien wirklich braucht — Impulse aus dem Change Club NaVi
Menschlichkeit, Bewusstsein, Mut
Bevor wir über steigende Gaspreise, politische Ohnmacht oder energiepolitische Beschleunigung sprechen, gilt es, etwas klar auszusprechen: Im Irankrieg leiden zuerst und vor allem Menschen.
Familien verlieren Angehörige. Städte werden zerstört. Lebensgrundlagen brechen weg. Kinder wachsen unter Angst und Gewalt auf. Am 28. Februar 2026 wurden Schulkinder in der iranischen Stadt Minab getötet, als ihr Schulgebäude getroffen wurde — die Vereinten Nationen haben diesen Angriff als schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht bezeichnet. Davor hatten Massenproteste das Land erschüttert, und das Regime hatte mit tödlicher Gewalt geantwortet. Menschenrechtsorganisationen sprechen von Tausenden Todesopfern unter der eigenen Bevölkerung.
Diese Realität steht nicht im Dienst einer europäischen Energiepolitik — sie ist ihr blinder Fleck, wenn wir nicht innehalten und hinschauen.
Als Pädagogin und als Mensch kann — und will — ich nicht über „Auswirkungen" sprechen, ohne das Leiden der Betroffenen an den Anfang zu stellen. Jeder Versuch, aus einem Krieg argumentative Energie zu ziehen, verfehlt den Kern, wenn er dieses Leid ausklammert.
Und doch: Genau dieses menschliche Leiden macht sichtbar, wie eng unser Alltag mit globalen Macht- und Ressourcenfragen verknüpft ist.
Unsere Krise als Spiegel — nicht als Zentrum
Erst an zweiter Stelle kommen unsere Probleme in Europa: explodierende Energiepreise, neue Abhängigkeiten, politische Nervosität. Sie sind real — aber sie sind Folgen, nicht das Drama selbst.
Dass ein Krieg so unmittelbar unsere Heizkosten, Stromrechnungen und politischen Mehrheiten beeinflusst, zeigt nicht unsere besondere Betroffenheit, sondern unsere strukturelle Verstrickung in ein fossiles System, das Gewalt begünstigt und verlängert.
Die eigentliche Zumutung liegt nicht darin, dass Energie teurer wird. Die eigentliche Zumutung ist, zu erkennen, dass unser Wohlstand historisch auf Abhängigkeiten beruht, die anderswo Unsicherheit, Ausbeutung und Tod bedeuten.
Wenn ich also im Kontext dieses Krieges über Energiewende spreche, dann nicht, um unsere Probleme zu dramatisieren — sondern um sie einzuordnen. Als Aufforderung zur Verantwortung, nicht zur Opfererzählung.
Die Notwendigkeit der Energiewende stand fest, lange bevor der erste Schuss fiel. Was der Krieg hinzufügt, ist kein Argument — sondern ein schmerzhafter Beweis für das, was wir schon wussten.
Aus dieser Haltung heraus arbeitet der Change Club NaVi — unser lokales Netzwerk für Nachhaltigkeit und Vielfalt in Bonn. Wir haben uns gefragt: Was braucht es wirklich, damit erneuerbare Energien in Bürger:innengemeinschaften ankommen, wachsen und wirken? Die Antwort, die wir gefunden haben, ist mehrdimensional. Und genau das ist der Kern meines grundsätzlichen Verständnisses, das ich hier teilen möchte.
Energiewende beginnt innen
Bevor eine Solaranlage aufs Dach kommt, passiert etwas viel Entscheidenderes: eine innere Verschiebung. Jemand fängt an, die Dinge anders zu sehen. Vielleicht nach einem Dürresommer, einem Gespräch, einer Nachricht über einen Krieg, der plötzlich die eigene Heizkostenrechnung verändert. Diese persönliche Überzeugung — das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann und dass ich selbst Teil der Lösung sein kann — ist der erste und wichtigste Motor.
Das klingt weich. Ist es aber nicht. Ohne diese innere Bewegung bleibt alles andere Pflicht, Bürokratie, Zwang. Mit ihr wird aus einem Förderantrag ein Aufbruch.
Im Change Club NaVi nehmen wir deshalb die persönliche Dimension ernst. Wir fragen: Welche Bilder von Zukunft tragen die Menschen in sich? Welche Sorgen bremsen sie? Welche Erfahrungen haben sie mit Gemeinschaft, mit Scheitern, mit Selbstwirksamkeit? Wer diese Fragen nicht stellt, plant an den Menschen vorbei.
Technik, die zu uns passt — nicht umgekehrt
Natürlich braucht es auch das Konkrete: Welche erneuerbaren Energiequellen sind in unserer Region tatsächlich nutzbar? Wie hoch ist der aktuelle Energieverbrauch? Welche technischen Lösungen sind realistisch — für ein Altbau-Mietshaus, für eine Kleinstadt, für eine Gemeinschaft mit wenig Eigenkapital?
Diese Fragen verdienen ehrliche, datenbasierte Antworten. Und sie verdienen lokale Antworten — denn Energiewende ist keine Einheitsgröße. Was in München funktioniert, muss nicht in Bonn-Beuel funktionieren.
Der Change Club NaVi versteht sich als Brücke zwischen dem, was technisch möglich ist, und dem, was für die Menschen in unserem Umfeld sinnvoll und machbar ist. Wir übersetzen komplexe Informationen in handlungsrelevantes Wissen. Wir zeigen: Hier ist eine Bürgerenergie-Genossenschaft, die auch für einkommensschwache Haushalte zugänglich ist. Hier ist ein Förderprogramm, das genau für euch passt. Hier ist jemand, der das schon gemacht hat und bereit ist, seine Erfahrungen zu teilen.
Gemeinsam denken — Kultur des Wandels
Erneuerbare Energien sind keine Privatangelegenheit. Sie entstehen dort, wo Menschen gemeinsam denken, planen und entscheiden. Und genau das ist der kulturelle Kern der Sache: Wie reden wir miteinander über Energie? Wer sitzt am Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden? Wessen Perspektive fehlt?
Im Change Club NaVi ist Vielfalt kein Anhang — sie ist Programm. Nachhaltigkeit ohne Gerechtigkeit bleibt halbherzig. Eine Energiewende, die soziale Ungleichheit verstärkt, ist keine Wende zum Besseren.
Deshalb gehört zu unserem Verständnis: Wir müssen eine Kultur der Beteiligung aktiv gestalten. Das bedeutet: Frauen in der Energiebranche sichtbar machen. Menschen mit Migrationshintergrund in Bürgerenergie-Projekte einladen. Jungen Menschen Räume geben, in denen ihre Ideen zählen. Und ältere Menschen mit ihrer Lebensweisheit und ihren Netzwerken als unverzichtbare Mitgestalter:innen anerkennen.
Und: globale Solidarität gehört dazu. Die Menschen im Iran, im Nahen Osten, im globalen Süden sind nicht abstrakte Betroffene eines weit entfernten Krieges. Ihre Lage ist mit unserer verknüpft — durch Ressourcen, durch Geschichte, durch Verantwortung. Wer Nachhaltigkeit denkt, darf nicht nur den eigenen Fußabdruck im Blick haben.
Kulturwandel ist langsamer als Technik. Aber er ist tiefer. Und er trägt länger.
Strukturen, die uns tragen — oder bremsen
Kein Engagement im luftleeren Raum. Bürger:inneninitiativen wie der Change Club NaVi bewegen sich in einem Geflecht aus Politik, Recht und Wirtschaft. EU-Direktiven zur Energiewende, nationale Förderprogramme, kommunale Bebauungspläne, Netzanschlussregeln — all das prägt, was möglich ist und was nicht.
Mein grundsätzliches Verständnis ist: Wir müssen diese Strukturen kennen, um sie nutzen — und wenn nötig — verändern zu können. Der Change Club NaVi vernetzt sich deshalb bewusst mit lokalen Initiativen, mit Kommunalpolitiker:innen, mit Energiegenossenschaften und mit überregionalen Netzwerken.
Die Frage lautet nicht: Wie passen wir uns dem System an? Die Frage lautet: Wo können wir das System von innen heraus verschieben?
Und diese Frage bekommt durch den Irankrieg eine neue Dringlichkeit. Drei Viertel der EU-Bürger:innen unterstützen laut aktuellen Umfragen den Ausbau erneuerbarer Energien — nicht weil sie Klimaberichte gelesen haben, sondern weil der Schmerz an der Heizkostenrechnung angekommen ist. Das ist eine bittere Art, Mehrheiten zu gewinnen. Aber es ist eine Chance, die wir nicht verspielen dürfen.
Was das Integrale Modell für uns bedeutet
Ich tue das nicht als Theoretikerin. Ich tue es als Pädagogin, als Ehrenamtliche, als Bürgerin in Bonn, die glaubt: Wir brauchen Werkzeuge, die der Komplexität gerecht werden.
Das Integrale Modell — entwickelt von Ken Wilber — liefert genau das: eine Landkarte, die innere und äußere Dimensionen, individuelle und kollektive Erfahrungen zusammenhält. Nicht als starres Schema, sondern als Einladung, vollständiger zu denken.
Für den Change Club NaVi heißt das konkret: Wir schauen hin, was Menschen innerlich bewegt. Wir fragen, was technisch möglich ist. Wir gestalten eine Kultur des Miteinanders. Und wir arbeiten daran, dass Strukturen gerechter und zugänglicher werden.
Energiewende als Akt der Solidarität
In diesem Licht wird klar: Erneuerbare Energien sind nicht nur Klimaschutz. Sie sind ein Schritt weg von einer Welt, in der Macht durch Kontrolle über knappe Ressourcen ausgeübt wird.
Eine Energiewende, die beim Menschen beginnt, muss deshalb auch global denken: Wer heute in erneuerbare, lokale, gemeinschaftlich getragene Energiestrukturen investiert, trägt langfristig dazu bei, Konflikte zu entschärfen — nicht zu gewinnen.
So verstanden ist Energiewende kein technisches Projekt, sondern ein solidarischer Lernprozess. Ein leiser, aber konsequenter Gegenentwurf zu einer Ordnung, in der Kriege „Folgen" haben dürfen, solange sie anderswo stattfinden.
Wenn du in deiner Gemeinde, deiner Initiative, deiner Schule oder deinem Verein über Energiewende nachdenkst: Fang nicht mit den Solarpanelen an. Fang mit den Menschen an — allen Menschen, nah und fern. Frag, was sie bewegt. Hör zu, was sie fürchten. Zeig, was möglich ist. Und dann — gemeinsam — mach den nächsten Schritt.
Der Change Club NaVi ist ein Ort, an dem genau das passiert. Du bist willkommen.
Johanna Lehmacher ist Diplom-Pädagogin, Integrative Gestalttherapeutin und Initiatorin des Change Club NaVi — Nachhaltigkeit & Vielfalt — in Bonn. Sie schreibt auf movehopelive.com über integrale Lebens- und Arbeitspraxis, Klimawandel und Human-AI.
Hier sind alle Quellen, die wir für den Beitrag verwendet haben:
Zum Irankrieg 2026 — Fakten & Kontext
Menschenrechtsverletzungen & humanitäre Lage
- Human Rights Watch: Alle Konfliktparteien stehen in der Pflicht (28.02.2026)
- Human Rights Watch: Wachsende Beweise für Massaker im ganzen Land (16.01.2026)
- Amnesty International: Dringender Appell zum Schutz der Zivilbevölkerung
Energiepreise & wirtschaftliche Folgen
- Iran-Krieg kostet Europa 22 Milliarden Euro — t-online
- Iran-Krieg: Gaspreise und Strompreise — strom-report.com
- Der Irankrieg als „Energie-Krieg" — klimafakten.de
Energiewende & Solidarität
Tags für deine Website & Substack: Energiewende · Erneuerbare Energien · Irankrieg · Klimagerechtigkeit · Change Club NaVi · Integrales Modell · Solidarität · Bürgerenergie · Nachhaltigkeit · Friedensarbeit
Hashtags für Social Media:
#Energiewende #ErneuerbareEnergien #Klimagerechtigkeit #IranKrieg #Solidarität #ChangeClubNaVi #Bürgerenergie #NachhaltigkeitUndVielfalt #IntegralesModell #MoveHopeLive

Landkarte zum NaVi im Quadrat - das AQAL-Modell
Im Lese-Raum des Change Club NaVi, der dem Bereich HOPE (Orientierung und Stärkung movehopelive.com) zugeordnet ist, werden Klimawandel und Migration als eng miteinander verknüpfte Themen einer globalen Transformation verständlich eingeordnet.
Veränderung von Lebensräumen:
Wie erlebst du das?
Klimaveränderungen beeinflussen unmittelbar die natürlichen Lebensräume der Menschen. Wenn diese Lebensgrundlagen unsicher werden, kann dies Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen und zu migrieren.
Entwickeln neuer Verhaltensweisen & Fähigkeiten durch gegenseitige Verstärkung
Unsicherheiten durch Energiefragen oder ökologische Krisen können soziale Ungleichheiten verschärfen und somit Migrationsbewegungen verstärken oder auslösen.
Durch gemeinsamens Lernen gewinnen wir Resilienz
zur Lösung.
Wir sind Teil eines größeren Ganzen
Im Lese-Raum wird vermittelt, dass wir kein einzelnes Problem erleben, sondern mehrere Entwicklungen gleichzeitig stattfinden: ökologische Krisen, soziale Spannungen und globale Veränderungen. Migration ist dabei kein isoliertes Phänomen, sondern ein Teil dieser globalen Realität.
Soziale Dimension des Klimawandels
Klimawandel betrifft nicht nur die Umwelt, sondern wirft auch tiefgreifende soziale Fragen auf, die unser Zusammenleben beeinflussen. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit (inklusive Integration) werden daher als
„zwei Seiten derselben Medaille“ betrachtet, die einander bedingen und verstärken.
Einfache Übungen für den Lern-Raum
Das Ziel dieser Einordnungen im Lese-Raum ist es, die oft als komplex und überfordernd wahrgenommenen Nachrichten zu entlasten. Anstatt Angst zu schüren, bietet der Raum ruhige Erklärungen, damit Menschen Zusammenhänge langsam erkennen und ihre eigene Haltung klären können. Im Lern-Raum geht es darum, Gelerntes direkt im Alltag auszuprobieren und kleine Dinge zu verändern.
1. Der Alltags-Check
Bringe zu einem Treffen ein kleines Beispiel aus deinem Leben mit.
- Was hat gut geklappt? (Zum Beispiel: Ich habe heute kein Plastik gekauft.)
- Was war schwierig? (Zum Beispiel: Ich wollte mit dem Rad fahren, aber es hat geregnet.)
- Welche Frage hast du dazu?
2. Nächster Schritt
Suche dir eine Sache aus, die du 4 Wochen lang anders machen möchtest. Das ist dein persönliches Mini-Projekt.
- Beispiel Essen: Ich koche 4 Wochen lang nur mit Gemüse aus der Region.
- Beispiel Müll: Ich versuche, eine Woche lang keinen Müll zu machen (Zero-Waste-Woche).
- Beispiel Wege: Ich lasse einen Tag in der Woche das Auto stehen.
3. Nachbarschafts-Challenge
Diese Übung hilft dir, Menschen in Bad Godesberg besser kennenzulernen.
- Gehe durch dein Viertel.
- Sprich eine neue Person an, die du noch nicht kennst.
- Lächle oder sage einfach freundlich „Guten Tag“.
4. Sprache und Alltag üben
Deutsch lernen ist ein wichtiger Teil vom Lern-Raum.
- Suche dir ein Wort oder einen Satz für den Alltag (zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Arzt).
- Übe diesen Satz mit anderen im Change Club.
- Das gibt dir Sicherheit und Mut für dein Leben im Stadtteil.
- Was kann ich von anderen Kulturen lernen?
CHANGE CLUB NaVi – Nachhaltigkeit & Vielfalt
für Klimagerechtigkeit & Diversity
1. Wir leben in der Metakrise – und das ist der Ausgangspunkt
Wer mit offenen Augen und Herz die Zeichen dieser Zeit wahrnimmt, spürt: Wir befinden uns in einem zivilisatorischen Bruch. Ökologischer Zusammenbruch, politische Polarisierung, technologische Überwältigung, soziale Erosion und spirituelle Orientierungslosigkeit – das sind keine getrennten Krisen. Sie sind Symptome eines tieferen Bruchs in den Weltanschauungen, mit denen wir die Welt verstehen und gestalten. - Wir nennen das die Metakrise: nicht ein Problem „da draußen", sondern ein Riss in den tieferen Strukturen unseres Denkens, Fühlens und Handelns. Hyper-Extraktion, egozentrische Kontrolle, Spaltung statt Verbindung – das ist der Status Quo.
Und genau hier beginnt die Frage, die Change Club NaVi stellt:
» Was, wenn Klimaschutz und Migrations- und Integrationspolitik nicht zwei getrennte Baustellen sind – sondern zwei Gesichter derselben Herausforderung? «
2. Diese Verbindung wird selten benannt und ist etwas ganz Besonderes
Klimawandel ist eine der tiefsten strukturellen Ursachen von Flucht und Vertreibung weltweit; Parag Khanna beschreibt diesen Aspekt ausführlich in seinem Buch MOVE. Überflutete Küsten, ausdörrende Böden, versiegende Wasserquellen – die Menschen, die am wenigsten zu den globalen CO₂-Emissionen beigetragen haben, tragen die schwersten Konsequenzen. Migration ist oft keine Wahl, sondern eine Antwort auf das, was wir als Globaler Norden verursacht haben.
Gleichzeitig erleben wir hier in unseren Nachbarschaften – in Bonn, in Deutschland, Europa und weltweit – Menschen, die genau diesen Weg hinter sich haben. Menschen mit Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten und Perspektiven, die unsere Gesellschaft dringend braucht. M-A-I-Politik – Migration, Asyl, Integrationspolitik – ist deshalb kein Randthema der Sozialpolitik. Es ist das integrale neue Wirkfeld, in dem sich entscheidet, ob wir Vielfalt als Bedrohung oder als Ressource verstehen, die wir jetzt und für zukünftige Entwicklungen pro-aktiv zu gestalten haben. Change Club NaVi steht für die zweite Lesart – konsequent, aus vollem Herzen – intersektional und aus weiblicher Perspektive.
3. NaVigieren mit der "Landkarte"
Ken Wilbers AQAL-Modell (All Quadrants, All Levels) zeigt, warum bisherige Ansätze oft zu kurz greifen: Sie bearbeiten nur einen Quadranten. NaVi hält bewusst alle vier Dimensionen zusammen, siehe dazu Abb.
4. Active Hope: Joanna Macys Geschenk
Joanna Macy hat uns mit dem Konzept der Active Hope ein entscheidendes Werkzeug geschenkt. Es geht nicht darum, naiv positiv zu sein – es geht darum, aktiv für eine Zukunft einzutreten, die wir noch nicht sehen können, aber für die wir uns entscheiden.
Macy unterscheidet drei Geschichten unserer Zeit:
- Business as Usual – so tun, als wäre nichts
- The Great Unraveling – der Zusammenbruch ohne Ausweg
- The Great Turning – die große Wende, die wir aktiv gestalten
Radikale Regeneration ist keine Utopie. Die Qualität der Ernte hängt von der Qualität des Bodens ab – der Qualität unserer Beziehungen. NaVi will genau dieser soziale Boden sein.
5. Theorie U: Otto Scharmers Presencing
Otto Scharmer und die u-school laden ein, nicht aus der Vergangenheit heraus zu handeln, sondern aus der Zukunft, die entstehen will. Presencing – das Wahrnehmen der sich entfaltenden Zukunft – beginnt mit einer inneren Haltung:
» Energie folgt Aufmerksamkeit. · Die Zukunft ist nicht das, was uns widerfährt – sie ist das, was wir mit dem tun, was uns widerfährt. «
Der U-Prozess führt von Downloaden (alte Muster) über Zuhören, Open Mind / Open Heart / Open Will bis zum Co-Kreieren neuer Lösungen. NaVi schafft Räume, in denen dieser Prozess möglich wird.
6. Spiral Dynamics: Bewusstsein wächst
SpiralDynamics integral (Don Beck, Clare Graves, Ken Wilber) beschreibt, wie Bewusstsein sich in Wellen entwickelt – von egozentrisch über ethno- und soziozentrisch bis hin zu weltzentrisch. NaVi arbeitet bewusst entwicklungssensibel: Wir wollen keine Ebene abwerten. Wir bauen Brücken – zwischen Perspektiven, Herkünften, Bewusstseinslagen. Integrale Diversitätsreife – das ist das Ziel.
7. Human Future Movement: Starkes ICH – starkes WIR
Veit und Andrea Lindau haben mit dem Human Future Movement einen Ruf in die Zeit gesandt. Wir befinden uns im Übergang von der Moderne in die Metamoderne – eine Zeit, die Widersprüche nicht auflöst, sondern integriert.
» Wir warten nicht auf Veränderung – wir sind die Veränderung.
Jeder Mensch ist ein unverzichtbarer Teil des Ganzen. «
Change Club NaVi versteht sich als Teil dieser weltweiten Bewegung – als Zufluss in einen stärker werdenden Strom.
8. Was NaVi einzigartig macht: Die integrale Synthese
NaVi verbindet, was gesellschaftlich getrennt gedacht wird. Das sind unsere fünf Grundsätze:
01 Klare Menschrechtsorientierung
Gegen ungerechtfertigte Abgrenzung und Abschiebung. Für Würde und Schutzrechte.
02 Bewusstsein schaffen
Für Nachhaltigkeit & Vielfalt – durch Bildung, Dialog und Social Media.
03 Climate Change Vielfalt verankern
Familienzusammenführung, Teilhabe, gesellschaftliche Inklusion als gelebte Praxis.
04 Arbeitsintegration & FutureSkills
Fachkräftezuwanderung, „Work & Stay", Zukunftskompetenzen für alle.
05 Begegnungen, Bündnisse & Co-Creation
Für eine inklusive Gesellschaft der Vielen – lokal in Bad Godesberg, global vernetzt.
9. Die Einladung
Wenn du spürst, dass Klimagerechtigkeit und Menschenrechte zusammengehören –
wenn du weißt, dass die Welt nicht durch Spaltung, sondern durch Verbindung heilt –
wenn du bereit bist, nicht nur zu denken, sondern zu fühlen, zu begegnen und zu handeln –
» dann bist du willkommen im Change Club NaVi.
Nicht weil du fertig bist. Besonders weil du auf dem Weg bist. Gemeinsam. «
Galerie
Impressionen aus dem praktischen Club-Wirken:
„Was willst du eigentlich mit diesem Change Club?“
Mein Warum
„Was willst du eigentlich mit diesem Change Club?“ fragte mich neulich eine Freundin. Spontan konnte ich es so auf den Punkt bringen: Viele Jahre in der Integrationsarbeit haben mir gezeigt, Veränderung wächst in Begegnungen, nicht in Konzepten.
Deshalb gründete ich den Change Club Bad Godesberg NaVi – einen Raum für Nachhaltigkeit & Vielfalt, in dem Menschen aus Bad Godesberg zusammenkommen, zuhören und gemeinsam handeln.
Ich glaube fest daran, dass Wandel in einem selbst beginnt und da, wo Menschen sich begegnen und Verantwortung teilen. Gemeinsam mit dem Bonner Change‑Clubs‑Team, dem Zentrumsmanagement und vielfältigen lokalen Netzwerken wollen wir einen als echten, offenen Begegnungsort im Klimaviertel, unter der Godesburg schaffen: ein „Labor für Transformation" für alltagsnahe Projekte zu Ernährung, Mobilität, Energie, Wohnen, Arbeit, Sprache, Kultur und Nachbarschaftsbeziehungen.
Diese Projekte wirken zugleich als Brückenforum – sie verbinden Menschen, Themen und Ideen quer durch die Nachbarschaft und machen Wandel spürbar erlebbar und konkret machbar. Unser Ansatz setzt auf Empowerment, Beziehung und Resonanz.
Wir starten mit offenen Treffen, praktischen Aktionen und Formaten, die Menschen einladen, mitzuwirken und auszuprobieren.
Wenn du Interesse hast mitzumachen, Ideen einbringen oder einfach mehr erfahren möchtest, freue ich mich über eine Nachricht oder einen Kommentar. Denn so wie Wandel in einem selbst beginnt, entsteht Nachhaltigkeit zwischen uns – im offenen Raum.
Johanna Lehmacher (Im Januar 2026)
🌱 Change Club NaVi – Nachhaltigkeit & Vielfalt
Rückblick I. Quartal & was kommt
Liebe Leser:innen,
das erste Quartal liegt hinter uns – Zeit für einen kurzen Blick zurück und nach vorne.
Was wir gemeinsam getan haben: Wir haben uns am 8. Januar zusammengefunden und echte Themen angepackt: Nachhaltige Ernährung, ca. 8 Gruppen-Abende, zwei besondere:
📅 19. Februar – Foodsharing & nachhaltige Ernährung Mit Daniel, Anke und dem Impuls zum Lebensmittelteilen. 74,5 kg Lebensmittel wirft jede:r von uns im Jahr weg – das ist keine abstrakte Zahl, das ist unser Alltag. Wir haben geschaut, was wir konkret ändern können.
📅 12. März – Plastik & Mikroplastik Mit Constanze – ein Thema, das unter die Haut geht, buchstäblich. 41 kg Verpackungsmüll pro Person und Jahr. Mikroplastik in Böden, Wasser, Luft – und in uns. Wir haben Wissen geteilt und erste Handlungsideen entwickelt.
Zum Mitmachbudget: Ihr wisst es: Wir haben beim Bonner Mitmachbudget Platz 2 erreicht – ein echtes Bürger:innenvotum. Und wurden von der lokalen Politik dennoch übergangen. Das ist ärgerlich. Und es zeigt, wie wichtig unsere Arbeit von unten ist – unabhängig, parteifrei, konkret.
Wir machen weiter. Punkt.
Q2 – das steht an:
📅 16. April – offener Abend
📅 23. April – Energie (mit Cornelia)
📅 Zwei offene Gruppenabend im Mai: 7. und 21. Mai,, 18:00 - 19:30 Uhr.
Wer Lust hat, ein Thema mit vorzubereiten oder zu begleiten: Einfach melden! 🙋
Bis bald – gemeinsam, konkret, in Bad Godesberg. Johanna 🌍
Meine Blogs – Einblicke, Fragen und Impulse
Diese Texte sind über die Zeit entstanden – aus meiner Arbeit, aus Begegnungen und aus dem, was mich bewegt.
Ich schreibe über Integration und gesellschaftlichen Wandel, über Nachhaltigkeit und Verantwortung – und darüber, wie wir als Einzelne und gemeinsam ins Handeln kommen können.
Nicht alles ist fertig gedacht.
Vieles ist eine Einladung zum Mitdenken, Mitfühlen und Weitergehen.


Drei Monate NaVi – was ich gelernt habe, was bleibt, was kommt
Ein ehrlicher Rückblick auf das erste Quartal 2026
Es ist jetzt fast genau drei Monate her, dass wir den Change Club NaVi – Nachhaltigkeit & Vielfalt in Bad Godesberg gegründet haben. Am 8. Januar 2026 saßen wir das erste Mal zusammen. Seitdem ist einiges passiert – manches Geplante, manches Unerwartetes, einiges, das mich innerlich beschäftigt.
Dieser Text ist kein Erfolgsbericht. Er ist eine ehrliche Zwischenbilanz.
Was wir getan haben
Neben unseren sechs Gruppentreffen waren zwei ganz besonders: Zwei thematische Abende haben wir in diesem Quartal gestaltet – und alle haben etwas bewegt, noch im Verborgenen.
19. Februar: Foodsharing & nachhaltige Ernährung
74,5 Kilogramm. So viel Lebensmittel wirft jede und jeder von uns im Durchschnitt pro Jahr weg – das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung. 35 Prozent davon sind Obst und Gemüse. Lebensmittel, die angebaut, transportiert, gekühlt wurden – und dann in der Tonne landen.
Wir haben an diesem Abend gefragt: Was tun wir konkret? Das Foodsharing-Netzwerk in Bonn war Thema, die Planetary Health Diet, die zeigt: Was gut für den Körper ist, ist oft gut fürs Klima. Keine Ideologie. Daten.
12. März: Plastik & Mikroplastik
41 Kilogramm Verpackungsmüll pro Person und Jahr in Deutschland. Mikroplastik in Böden, in Gewässern, in der Luft – und nachweislich im menschlichen Körper. Constanze hat diesen Abend vorbereitet und eingeleitet. Wir haben Wissen geteilt, Fragen gestellt, Handlungsideen entwickelt.
Was mich an diesen Abenden beeindruckt: echte Fakten führten zu einem ganz persönlichen Erfahrungsaustausch, der echt motivierend war und leises, konkretes Wollen zur weiteren Veränderungen motivierte.
Das, was mich innerlich beschäftigt
Ich bin Initiatorin dieses Clubs. Ich moderiere, ich impulsiere, ich organisiere. Das tue ich gerne – weil ich daran glaube, was wir tun ist wesentlich für unsere Zukunft.
Und trotzdem spüre ich etwas, das ich hier ehrlich benennen will: Ich übernehme aktuell viel Impuls- und Strukturarbeit. Mehr, als langfristig gesund ist – für mich und für den Club.
Nach einem lebendigen, verbindenden Auftaktabend wurde es in den Folgetreffen stiller. Die Beteiligung, Präsenz nahm ab. In der Signal-Gruppe: viele Inhalte, wenig sichtbare Resonanz. Umfragen blieben weitgehend unbeantwortet.
Das ist kein ungewöhnlicher Verlauf. Jede Gemeinschaft geht durch diese Phasen. Aber es ist ein Signal.
Otto Scharmers U-Baum der Veränderung – ein Bild, das mir in meiner Arbeit viel bedeutet – zeigt: Bevor wir gemeinsam handeln und ko-kreieren können, braucht es eine Phase des wirklichen Zuhörens. Des Open Mind, Open Heart, Open Will. Vielleicht ist genau das unsere Phase gerade: nicht schneller werden, sondern tiefer ankommen und sensibler weitermachen.
Ich frage mich:
- Sind unsere Impulse zu zahlreich, zu dicht?
- Fehlen klare Rollen – wer führt, wer folgt?
- Wartet jede:r auf die anderen?
Ich habe keine fertigen Antworten. Aber ich glaube, das ehrliche Stellen dieser Fragen ist selbst schon ein Schritt.
Galerie I. Quartal
Impressionen
Nachhaltigkeit & Vielfalt bedeutet hier nicht nur ökologische Verantwortung, sondern ein ganzheitliches, langfristiges, ökosystemisches Denken, Handeln und Leben.

Bewusster Umgang mit KI
Noch bin ich in meiner Schreibwerkstatt ...

































